Linz 2009: Zwischen Spannung und Skepsis

Gespeichert von admin am Do., 09/15/2005 - 23:02

Linz, 16. September 2005

VertreterInnen der Linzer Freien Kulturszene, der KUPF - Kulturplattform Oberösterreich und der Vernetzungsstelle für Frauen in Kunst und Kultur FIFTITU% trafen sich am Mittwochabend (14.09.2005) mit dem Intendantenteam der Kulturhauptstadt 2009, Martin Heller, Maria Tschudi und Ulrich Fuchs.

Martin Heller unterstrich bei diesem Gespräch die Wichtigkeit der Freien Szene für ein erfolgreiches Gelingen des Projekts Kulturhauptstadt 2009. Dies stehe auch in engem Zusammenhang mit dem Kulturentwicklungsplan der Stadt Linz, bei dem die Freie Szene eine der drei Säulen im kulturellen Profil darstellt. Veronika Leiner, Geschäftsführerin von Radio FRO, meint dazu: "Es scheint, als würde Martin Heller die im Kulturentwicklungsplan festgeschriebenen Schwerpunkte ernst nehmen - ernster als so manche StadtpolitikerInnen."

Insbesondere hob Heller auch die Notwendigkeit einer intensiven Beteiligung der Freien Szene hervor. Eva Immervoll, Geschäftsführerin der KUPF, begrüßt diese partizipative Haltung: "Gerade für die Initiativen der freien Kulturarbeit ist es unabdingbar, möglichst bald über die Rahmenbedingungen informiert zu werden." Thema des Gesprächs war auch der Stellenwert von Frauen in der Kunst- und Kulturproduktion. Das Intendantenteam merkte an, dass es selbst in Bremen (war als Kulturhauptstadt 2010 im Rennen) große Resonanz auf die Arbeit von FIFTITU% gibt. Gabriele Heidecker, Obfrau von FIFTITU% zeigte sich hierüber erfreut.

Die VertreterInnen der lokalen und regionalen Kulturszene blicken mit Spannung auf die Zusammenarbeit mit dem Intendantenteam. In den nächsten Wochen sind mehrere Aktivitäten geplant: eine Tour mit Martin Heller und seinem Team durch die Einrichtungen der Linzer Freien Szene im Oktober, ein Diskussionstermin im November und kontinuierliche Jour Fixes. Trotz des positiven Gesprächsverlaufs äußern die VertreterInnen der Kulturszene jedoch ihre Bedenken: Vor allem die Entwicklung des Kulturbudgets und die in den letzten Jahren angehäuften Defizite im infrastrukturellen Bereich zeigen deutlichen Handlungsbedarf der zuständigen PolitikerInnen in Stadt und Land.

Presseinformation der KUPF

www.kupf.at
www.servus.at/FREIE-SZENE

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