Über FIFTITU%

FIFTITU% ist ein feministisches Forum für Künstler_innen und Kulturarbeiter_innen. 
Der Name selbst ist Hinweis auf ein Faktum und gleichsam ein Produkt dessen. Die binäre Geschlechterordnung unserer Gesellschaft kennt nur Frauen und Männer. 52% der in ihr lebenden Menschen werden unter der Bezeichnung Frauen* kategorisiert - sie sind immer noch vielfältigen Diskriminierungen ausgesetzt. Unsere Gesellschaft hat Normen und Hierarchien etabliert, die der Aufrechterhaltung der starren Geschlechterordnung dienen. Die Aktivitäten von FIFTITU% im Feld kulturellen und künstlerischen Handelns zielen darauf ab, diese diskriminierenden Strukturen und Normen unserer patriarchal-weißen-heteronormativen Gesellschaft aufzuzeigen und aufzubrechen.

Team 2010

* Aufgrund der Unbeweglichkeit unserer Sprache, verwendet auch FIFTITU% in ihren Texten die Bezeichnung „Frau“. Wir weisen jedoch darauf hin, dass es sich dabei um ein Konstrukt handelt, das der Aufrechterhaltung gesellschaftlicher Normen dient. Die verwendeten weiblichen Bezeichnungen umfassen demnach all jene physischen Personen, die gesellschaftlich als solche kategorisiert werden bzw. sich selbst als solche definieren.

HER(SHORT)STORY
1998 konstituierte sich FIFTITU% als “Verein zur Förderung von Kunst und Kultur von Frauen in Oberösterreich”. Bereits einige Jahre davor hatten sich Aktivist_innen oberösterreichischer Zeitkulturinitiativen zur sogenannten „Frauengesprächsrunde“ der KUPF OÖ (der kulturpolitischen Interessensvertretung autonomer Initiativen in Oberösterreich) zusammengeschlossen. Aufgrund des Fehlens einer feministischen Kulturarbeit und –politik in Oberösterreich, gründeten sie FIFTITU%. Ein wesentliches Ziel des Vereins war von Beginn an die Errichtung einer Vernetzungsstelle für Frauen in Kunst und Kultur. Diese besteht seit 2001.

ARBEITSSCHWERPUNKTE

In diesen Feldern ist FIFTITU% hauptsächlich aktiv:

- oberösterreich- und österreichweite Vernetzung kulturschaffender Frauen (zB konkret durch regelmäßige Treffen wie dem „Schwammfisch“ in Linz)
- Kulturpolitische Forderungen sowohl auf institutioneller Ebene (Land OÖ und Stadt Linz, sowie deren Einrichtungen und kulturellen Aktivitäten), als auch innerhalb der Freien Szene: Forderung nach Quoten in Institutionen, Gremien und bei Veranstaltungen, Berücksichtigung von Gleichstellungszielen bei Ausschreibungen,...
- Information über spezielle Ausschreibungen, Veranstaltungen (hauptsächlich im regelmäßig erscheinenden Newsletter) und Beratung, zB in Förderungsangelegenheiten, Erarbeiten von Projektkonzepten,…
- Organisation von Weiterbildungsangeboten und Workshops (zB Technikworkshops)
- feministische Medienarbeit (Radio FRO 105.0 und Dorf.tv)
- Theorie & Diskurs: Organisation von Symposien, Tagungen und Diskussionsveranstaltungen sowie Beauftragung wissenschaftlicher Studien und Projekte
- feministische Projekte zu konkreten Themen