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Viel erlebt und nichts begriffen: Die Männer und die Frauenbewegung

Die ”’Männerfrage”‘ gibt es nicht ”– zumindest nicht für Männer. Sie sehen keine Veranlassung, über sich selbst nachzudenken, es sei denn spielerisch, zum Zeitvertreib. Denn andere nehmen ihnen diese Aufgabe ab: die Frauen. Frauen denken pausenlos und unaufhaltsam über Männer nach. 80 Prozent der Denkkapazität von Frauen wird von Männern absorbiert, wird an Männer verschwendet, wie auch immer man es sehen will. In diesem Bad fraulicher Aufmerksamkeit suhlen die Männer sich trotzig, die jungen und die alten, die Karrieremacher und die Latzhosenträger, die Linken und die Rechten, die mit Aktentaschen oder mit Ring im Ohr. Über die Beziehung nachzudenken ist ”– ebenso wie Plätzchenbacken und Kinderkriegen ”– Frauensache. Aber die ”’neuen”‘ Männer? Sie können stricken, die Diskussion über die Frauenfrage ist ihnen geläufig, sie beherrschen die geburtshilfliche Atmung. Aber sonst? Was spielt sich in den Männergruppen ab? Warum entgleisen sie so leicht in wehmütige Zelebrierungen archaischer Männlichkeit? Was ist denn nun neu an dem neuen Mann? Eines bestimmt: Auch den Feminismus weiß er noch für sich zu nutzen.
Angaben zum Werk
Autor*innen Cheryl Benard, Edit Schlaffer
Verlag Rowohlt Verlag GmbH
Erscheinungsjahr 1985
Umfang 256 Seiten · Taschenbuch
Sprache Deutsch
ISBN 9783688103386
Praktisches
Vor Ort einsehbar & ausleihbarIn der FIFTITU%-Bibliothek, Domgasse 14, 4020 Linz — während der Öffnungszeiten.
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