Projektwettbewerb 59. Biennale Venedig

Deadline
Wien, Österreich
Wettbewerbe / Preise

Projektwettbewerb für Konzept und Realisierung des österreichischen Beitrags zur 59. Internationalen Kunstausstellung der Biennale Venedig 2021

Die Biennale Venedig als eine der weltweit wichtigsten Kunstausstellungen ist mehr als eine periodisch stattfindende kulturelle Leistungsschau unterschiedlicher Nationen. Sie trägt seit Jahrzehnten entscheidend zum aktuellen Diskurs und zur kulturellen Entwicklung bei. Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt präsentieren seit 1895 ihre Werke auf der Biennale von Venedig.  Der österreichische Beitrag wird im Österreichischen Pavillon in den "Giardini della Biennale" in Venedig gezeigt, dieser ist während der gesamten Biennale von Mai bis November geöffnet. Die genauen Daten werden von den Organisatoren der Biennale rund ein Jahr vor Eröffnung bekannt gegeben. Der Österreichische Pavillon wurde 1934 gebaut. Er steht unter italienischem Denkmalschutz und wird vom Bundeskanzleramt Österreich, Sektion Kunst und Kultur, betreut.

Im Wege dieses Wettbewerbes sucht das Bundeskanzleramt für die 59. Internationale Kunstausstellung der Biennale Venedig 2021 ein kuratorisches Konzept für die Realisierung des Österreichbeitrags im Österreichischen Pavillon und lädt Kuratorinnen und Kuratoren, Kunst- und Kulturschaffende ein, an diesem Projektwettbewerb teilzunehmen. Gesucht sind hochqualifizierte Expertinnen und Experten, die aufgrund ihrer internationalen Erfahrung in der Lage sind, Österreich mit einem herausragenden Konzept bei einer der wichtigsten internationalen Plattformen für zeitgenössische Kunst zu repräsentieren.

Aufgrund des Zeitrahmens wird der österreichische Beitrag unabhängig vom noch bekanntzugebenden Generalthema der Biennale di Venezia 2021 gewählt. Das ausgewählte Projekt soll dann nach Möglichkeit auf den Leitgedanken der Biennale 2021 Bezug nehmen.

Die eingereichten Projekte präsentieren ein Ausstellungskonzept zu einem für den zeitgenössischen internationalen und österreichischen Kunstdiskurs relevanten Thema. Der Kuratorin/dem Kurator steht dafür ein Honorar in Höhe von insgesamt 20 000 Euro (inklusiver aller Steuern und Abgaben) zu.

Gegenstand und Art des Wettbewerbs

Konzept und Realisierung zur Durchführung des österreichischen Beitrages für die 59. Internationale Kunstausstellung der Biennale Venedig 2021 im Österreichischen Pavillon in Venedig.

Für die gesamte Realisierung steht seitens des Bundes ein Gesamtbudget von maximal 450 000 Euro inklusive allfälliger Steuern und Abgaben zur Verfügung. Dieser Betrag beinhaltet das Honorar der Kuratorin/des Kurators in Höhe von 20 000 Euro und die Kosten für das vom Bund beauftragte Organisationsbüro in Höhe von zirka 70 000 Euro.

Sind zur Realisierung des Konzepts weitere Gelder notwendig, so sind diese von der Kuratorin/dem Kurator durch Sponsoren sowie einer allfälligen finanziellen Beteiligung durch Bundesländer und Gemeinden zu lukrieren. Die Gesamtverantwortung für die Realisierung des Österreichbeitrags liegt bei der Kuratorin/dem Kurator.

Zur Unterstützung bei der gesamten organisatorischen Abwicklung des österreichischen Beitrags zur Biennale di Venezia 2021 wird der Kuratorin/dem Kurator ein vom Bund beauftragtes Organisationsbüro zur Seite gestellt. Die organisatorische Abwicklung muss daher in enger Abstimmung mit diesem Organisationsbüro auf Basis des kuratorischen Konzeptes erfolgen.

Das Organisationsbüro übernimmt auch die Budgetverwaltung und hat insbesondere die Kuratorin/den Kurator bei der Produktion und Realisierung der Ausstellung, der Auflage eines Katalogs, der Abhaltung von Pressekonferenzen und der Eröffnungsfestlichkeiten und ähnlichem, die aus dem oben genannten Gesamtbudget bedeckt werden müssen, zu unterstützen. Ebenso ist das Honorar eines Presseteams und anderer allfälligen Auftragnehmenden im Gesamtbudget von 450 000 Euro inkludiert. Die Auftragserteilung erfolgt mittels Werkvertrag mit dem Bund.

Teilnahme

Teilnahmeberechtigt sind Personen, die entweder österreichische Staatsangehörige sind oder ihren ständigen Wohnsitz in Österreich haben, die als Kuratorinnen oder Kuratoren tätig sind oder in einem künstlerischen Bereich arbeiten und die mit der österreichischen Kunstszene intensiv vertraut und vernetzt sind. Mit ihrer Teilnahme akzeptieren die Bewerberinnen und Bewerber das Procedere und die Bedingungen des vorliegenden Wettbewerbes.

Vergabe

Alle eingereichten Projekte werden in einem dreistufigen Auswahlverfahren einer Fachjury aus nationalen und internationalen Expertinnen und Experten vorgelegt, die die Einreichungen beurteilt. In der ersten Runde wird eine Longlist erstellt. Die ausgewählten Bewerberinnen und Bewerber werden im Rahmen der zweiten Runde eingeladen, ihr, dann weiterentwickeltes, Konzept der Jury persönlich zu präsentieren. Aus diesen präsentierten Konzepten werden 3 Projekte für eine Shortlist ausgewählt.

In einer gemeinsamen Sitzung der zuständigen Bundesministerin beziehungsweise des zuständigen Bundesministers mit der Jury wird gemeinsam ein Siegerprojekt und damit die Kuratorin beziehungsweise der Kurator nominiert.

Die Vergabe erfolgt im Rahmen einer Direktvergabe gemäß § 46 BVergG2018. Alle eingereichten Konzepte werden vertraulich behandelt und sind urheberrechtlich geschützt.

Bewertungskriterien

  • Innovativer Ansatz
  • Relevanz für den aktuellen internationalen und österreichischen Kunstdiskurs
  • Umsetzung des Projektes auf Basis der spezifischen räumlichen Gegebenheiten des österreichischen Pavillons
  • Klares Vermittlungskonzept
  • Einhaltung der Kostenvorgaben
  • Fach-und Methodenkompetenzen, Berufserfahrung der Kuratorin/des Kurators
  • Kommunikationsfähigkeiten der Kuratorin/des Kurators, Umgang mit internationalen Medien

Einsendeschluss

15. Oktober 2019 bis Mitternacht.