52radiominuten - 16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Aus Anlaß der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen zum Thema strukturelle Gewalt: Oftmals äußert sich Strukturelle Gewalt in Strukturelle Diskriminierung, das heißt, in der strukturellen Benachteiligung und Herabwürdigung bestimmter Gesellschaftsgruppen.
Studiogästin: Maria Schwarz-Schlöglmann (Gewaltschutzzentrum OÖ) Interview mit Gergana Mineva und Florina Platzer (maiz - Beratung)

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Strukturelle Gewalt:
„Strukturelle Gewalt ist die vermeidbare Beeinträchtigung grundlegender menschlicher Bedürfnisse oder, allgemeiner ausgedrückt, des Lebens, die den realen Grad der Bedürfnisbefriedigung unter das herabsetzt, was potentiell möglich ist“.

Gewalt ist nach Johan Galtung (Friedensforschung) nicht nur die brachiale individuelle Gewalt, das Verletzen und Töten von Menschen, sondern Gewalt ist auch Strukturelle Gewalt. Wenn die Gesellschaftstruktur so beschaffen ist, dass sie dem technologischen Entwicklungsstand der Gesellschaft entsprechend nicht die Selbstverwirklichung ermöglicht, die sie ermöglichen könnte, dann liegt Strukturelle Gewalt vor. Bereits Bertolt Brecht formulierte dies in seinem Klassiker: Me-Ti. Buch der Wendungen:

„Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen, einem das Brot entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen, einen in eine schlechte Wohnung stecken, einen durch Arbeit zu Tode schinden, einen zum Suizid treiben, einen in den Krieg führen usw. Nur weniges davon ist in unserem Staat verboten.“

Oftmals äußert sich Strukturelle Gewalt in Strukturelle Diskriminierung, das heißt, in der strukturellen Benachteiligung und Herabwürdigung bestimmter Gesellschaftsgruppen.
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