Mit feministischen Grüßen 2012 - 2013

Seit Bestehen der oberösterreichischen Vernetzungsstelle für Frauen* in Kunst und Kultur arbeiten Kulturarbeiter_innen und Künstler_innen gemeinsam an der Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine frauenspezifische, feministische Kulturpraxis. Solange es gesellschaftliche Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen auf allen kulturellen Ebenen zu ändern gilt, brauchen wir Freiräume und Selbstermächtigung, die FIFTITU% immer wieder anzubieten versucht. Anknüpfend an kulturpolitische Grundsatzprogramme und Bekenntnisse seitens des Landes Oberösterreich (Kulturleitbild Oberösterreich) und der Stadt Linz (Kulturentwicklungsplan Linz), widmet FIFTITU% 2013 ihr Jahresprojekt erneut gendergerechter Kulturpolitik in Oberösterreich. Das spezielle Augenmerk für Kunst- und Kulturprojekte von Frauen muss solange Teil der Kulturpolitik sein, bis die Gleichstellung der Geschlechter gelebte Praxis ist. Die Kulturpolitik hat daher jene Rahmenbedingungen zu schaffen, die Frauen ein selbstbestimmtes künstlerisches bzw. kulturelles Schaffen ermöglichen.“
Aus: 5.3. Gender Mainstreaming und Förderung der Kultur von Frauen, Kulturleitbild OÖ

Wir leben in einer Zeit in der Feminismus „out“ scheint, feministische und frauenpolitische Forderungen haben jedoch nach wie vor größte Dringlichkeit und Relevanz. Feminismus ist dabei als eine quere/queere Position zu den neoliberalen Leitlinien des Mainstream zu sehen. FIFTITU% initiiert und fordert in diesem Sinne immer wieder Freiräume und sieht sich als treibende Kraft in der kulturellen Gestaltung von Teilhabe und Gleichberechtigung. Beonders in Zeiten von Repression muss ein besonderes Augenmerk auf marginalisierte Gruppen der Gesellschaft gelegt werden.

Institutionen wie Musiktheater, Bruckneruni Linz und Tabakwerke sind gesellschaftlich breit anerkannte und gleichzeitg umkämpfte Repräsentationsräume. Sie sind daher auch Projektionsflächen für die verschiedensten Wünsche. Dies soll genutz werden um die Diskussion und den Diskurs als treibende Kraft in Sachen Symmetrie der Geschlechter aktiv anzutreiben.

Themen

Mit dem Projekt „Mit feministischen Grüßen“ fordert FIFTITU% die Umsetzung lang versprochener Maßnahmen ein. Diesbezüglich erfolgen Interventionen in den verschiedenen Bereichen und folgende Schwerpunkte werden thematisiert:

  • Kultureinrichtungen der öffentlichen Hand und ihre geschlechtergerechte Arbeit
  • Quoten und Institutionen
  • Förderungen/Förderberichte hinsichtlich ihrer gendergerechten Maßnahmen
  • Arbeitsbedingungen von Künstler_innen und Kulturarbeiter_innen und deren Existenzsicherung
  • Sichtbarkeit von Künstler_innen

Ziele

  • Stärkung feministischer Forderungen bzw. Maßnahmen auf dem Gebiet der Kunst- und Kulturarbeit
  • Inhaltliche Auseinandersetzung und Diskussion feministischer Forderungen
  • Impulse setzen mittels künstlerischer Aktionen und Interventionen
  • Weiterentwickeln des eigenen vorhandenen Potenzials

Maßnahmen und Veranstaltungen

In Anlehnung an eine Kampagne sind für das Jahresprojekt „Mit feministischen Grüßen“ diverse Maßnahmen und Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten geplant: Diskussionsrunden, Workshops, künstlerische Interventionen und Ausstellungen, ein queer-feministisches Fest am Internationalen Frauentag (Vernetzung und Kooperation), eine Schiffsfahrt (Aus- u. Weiterbildung), Radio- und TV-Sendungen (PR), feministische Glückskekse (PR) , ein feministisches Wunschkonzert (Kooperation und Kulturpolitik), feministische Grußkarten sowie eine Plakatserie (PR) , Vernetzungstreffen und Kooperationen mit anderen feministischen Kultureinrichtungen und Einzelpersonen wie aFZ, Stadtwerkstatt, KAPU, black communitiy (female), sister resist Salzburg, Girls Rock Camp NÖ u.v.m.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Veranstaltungen und deren Inhalte werden in Form von Radiosendungen (52radiominuten bei Radio FRO) und Fernsehbeiträgen (FIFTV bei dorf tv) aufbereitet. Das gesamte Jahresprojekt wird in Form von Fotos, Texten, Radio- und Fernsehaufnahmen dokumentiert und präsentiert. Mögliche weitere begleitende Materialien können sein: Flyer, feministische Glückwunschkarten, Plakate, Reader (z.B. eine Sondernummer der KUPF-Zeitung) bzw. Inserate und Artikel in Printmedien (z.B. Welt der Frau, an.schläge, AUF - eine Frauenzeitschrift, Malmoe u.a.).