Förderungen von Frauen in Kunst und Kultur

In der österreichischen Kunst- und Kulturszene können Frauen noch immer nicht den Platz einnehmen, der ihnen gebührt. Die Arbeit von Künstlerinnen und Kulturarbeiterinnen findet weder die entsprechende Beachtung noch die adäquate monetäre Abgeltung.

Nach wie vor finden sich zu wenige Frauen in Führungspositionen kultureller Einrichtungen.

Ziel der Kulturpolitik muss die Herstellung von reeller Gleichstellung in allen Bereichen und Symmetrie auf allen Ebenen des künstlerischen und kulturellen Lebens sein. Dazu gehört die Beseitigung von Diskriminierungen aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit, des Alters, der sexuellen Orientierung, der sozialen Herkunft und Lebenszusammenhänge, der StaatsbürgerInnenschaft, des migrantischen Hintergrunds, der Konfession und individueller Beeinträchtigungen.
Es bedarf der Frauenförderung, der Unterstützung frauenspezifischer Aktivitäten und der Etablierung von Gender Mainstreaming im Kunst- und Kulturbereich. PolitikerInnen, BeamtInnen und MitarbeiterInnen aller Gebietskörperschaften (von Bund, Ländern und Gemeinden) und von deren ausgegliederten Einrichtungen sind aufgefordert, in Österreich und auf internationaler Ebene aktiv zu werden. Genderkompetenz der durchführenden Personen ist dafür eine unabdingbare Qualifikation.

Die Forderungen beziehen sich im Speziellen auf den Kontext von Frauen im Kunst- und Kulturbereich und verstehen sich als Ergänzung zu anderen feministischen und antidiskriminatorischen Positionen.*

Kunst und Kultur muss generell verstärkt als gesellschaftliche Aufgabe wahrgenommen werden. Nur die ausreichende Finanzierung durch die öffentliche Hand kann die Entfaltung vorhandener Potentiale der Kulturschaffenden in Österreich - insbesondere der Frauen - gewährleisten.

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